Kolping-140

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Kolping_140_05Schwaben Bräu Singchor beim Kolping-Chor Stuttgart

Zum 140 jährigen Bestehen des Kolping-Chores Stuttgart war der Schwaben Bräu Singchor geladen, nachdem bereits im April der Kolping-Chor zum Chorabend in Vaihingen war und einen sehr guten Eindruck hinterlassen hatte. Es begann bereits damit, dass viele Sänger nicht pünktlich zur Stellprobe und zum Einsingen da waren, weil ein Unfall die Straßenbahn behinderte. Schließlich klappte es dann doch noch.

Der schön dekorierte Festsaal des Kolpinghauses bot die richtige Kulisse für den gegebenen Anlass; nach einer kurzen Ansprache vom Sprecher des Vorstandes, Bruno Kieninger, betrat der SB Chor die Bühne und bot unter der Leitung von Sabine Leppin mit „Dir, Seele des Weltalls“ von W.A. Mozart den richtigen Auftakt. Am Flügel begleitete sehr gefühlvoll Michael Spors. Zu unserer Überraschung wurden die nun folgenden Lieder von Frau Leppin in eigens verfasster Gedichtform vorgestellt.
Dies waren „ Ich liebe dich“ von Ludwig van Beethoven, gefolgt von „Plaisir d´amour“ „Bist du einsam heut Nacht“ und nach zwei weiteren Liedern, eine Reminiszenz an die Comedian Harmonists mit „Eins, Zwei, Drei, Vier….“ und dem legendären „Kleinen grünen Kaktus“, dann hatte der SB Chor sein Debüt  unter viel Beifall beendet.

Nun betrat der Kolping-Chor die Bühne und gab unter der Leitung von Laurens Patzlaff einen Überblick der Chormusik von der Gregorianik über die Renaissance, Klassik, das 19. Jahrhundert, geprägt von Friedrich Silcher, bis zu vier Liedern von Franz Schubert. Hervorzuheben ist, dass die einzelnen Liedblöcke von Moderator Peter Jurèwitz laut, verständlich und dabei unnachahmlich witzig angesagt wurden, sodass schon die Anmoderation mit frenetischem Beifall bedacht wurde.
Es folgte nun eine Pause, in der von den Sängern ein komplettes Essen serviert wurde, Getränke standen schon in genügender Anzahl auf den Tischen oder konnten in der Kantine beschafft werden.
Danach ging es mit der Musikgeschichte weiter mit Liedern von Felix Mendelssohn Bartholdy, gefolgt von zwei Gospels „Every time I feel the spirit“ und „Oh happy day“. Danach löste sich aus dem Kreis der Sänger ein Chorensemble von 7 Mann, die das „Moderne“ in der Musikgeschichte repräsentierten. Vox Humana nennt sich dieser Chor unter der Leitung von Thommy Scherrer. Auch fungierte hier wieder Moderator Peter Jurèwitz mit lustigen und doch treffenden Erklärungen, die letztendlich in dem Satz gipfelten „ohne künstlerisches Sprechen, ist das Singen ein Verbrechen“. Zum Schluss des konzertanten Teils erklang „Lobt den Herrn der Welt“, anschließend bat Bruno Kieninger die Sänger des SB Chores auf die Bühne und aus fast 80 Männerstimmen erklang nun gemeinsam „Die Abendglocken rufen“  von Friedrich Abt.
Es folgte nun die Vergabe von Geschenken an die einzelnen Akteure, Wein für die Männer und Blumen für Sabine Leppin. Im Gedenken an unseren jahrelangen gemeinsamen Chorleiter Volkmar Lex erklangen nun weitere vier Lieder – abwechselnd dirigiert von den Vizechorleitern Thommy Scherrer (Kolping) und Horst Kallenborn (SB Chor).
Darauf folgte der größte Überraschungscoup des Abends. Von Kolping Sängern mit Bierfahrermütze und Schwaben Bräu Schurz bekleidet wurden als Gastgeschenk zig Kästen Bier – natürlich Schwaben Bräu mit Bügelverschluss – in den Saal geschoben, um den Gegensatz zum Stuttgarter Hofbräu zu bilden, das standardmäßig im Kolping Ausschank ist. Verschiedentlich war später zu hören, dass es nun endlich das „richtige Bier“ zu trinken gab.
Nachdem die Sänger die Bühne verließen, folgte nun ein lockerer Gedankenaustausch zwischen den Kolping Leuten und  den SB Gästen, man versprach einen weiterhin lockeren Kontakt zu halten und sich über die gegenseitigen Aktivitäten zu informieren.
Dank ergeht zuerst an die vielen Helfer und Akteure vor und hinter der Bühne, ohne die ein solcher Abend nicht zu stemmen wäre. Dank auch den beiden Repräsentanten der Chöre, Bruno Kieninger und Günther Harsch. die in unermüdlichem eMail Verkehr die organisatorischen Vorraussetzungen schufen, damit der Jubiläumsabend letztendlich zum Erfolg wurde. Sicher wird manchem auf dem Nachhauseweg der Abend nochmals durch den Kopf  gegangen sein.