Maria Alm 2011

Schwaben Bräu Singchor im Salzburger Land

Vom 27. bis zum 31 Oktober war der „Schwaben Bräu Singchor“, verstärkt durch 7 Mitglieder der „Die Singenden Schwaben“ in Maria Alm am steinernen Meer im Salzburger Land. Initiator dieser Chorreise war Donell Gruppenreisen, ein Veranstalter, der sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat und der zu diesem Termin einen weiteren Chor aus Bad Mergentheim und 5 Chöre aus der heimischen Umgebung zusammengeführt hat.
Um es vorweg zu nehmen, die gesamte Organisation klappte wie am Schnürchen – großen Anteil hatte natürlich das Wetter, denn außer Nebel am Freitag Morgen war nichts zu sehen, was den Himmel über den Bergen hätte trüben können. Gegen Kälte half warme Kleidung und Glühwein oder Jagertee.
Ein komfortabler Doppeldecker Reisebus der Firma Steck aus der Ulmer Gegend holte uns am Donnerstag 27. Okt. am Parkplatz am Freibad ab und brachte uns problemlos nach Maria Alm. Im Hotel Eder fanden wir eine wunderbare Unterkunft, die Gasträume mit schöner Holzvertäferung, die Zimmer sehr sauber und zweckmäßig eingerichtet.

Gleich am ersten Abend fand auf dem Dorfplatz vor dem Hotel ein offenes Singen statt, eine kleine Bühne teilte die Akteure von den Zuschauern. Zwei der einheimischen Chöre stellten sich aber mitten unter das Volk und wurden, wie alle, mit kräftigem Beifall belohnt. Nachdem alle Beiträge geleistet waren, ging es im Gasthof Eder weiter. Alle Sitzgelegenheiten wurden belegt und erste Kontakte zu den ortsansässigen Chören aufgenommen. Gesungen wurde natürlich auch.
Am Freitag stand ein Ausflug an den Königsee auf dem Programm, mit einer anschließenden Schifffahrt nach St. Bartholomä. Auf der Hinfahrt war wegen Nebel so gut wie nichts zu sehen, auch das berühmte Echo klang recht kläglich, aber als wir in St. Bartholomä angekommen waren tat sich der Himmel auf und ein herrlicher Blick auf das Watzmann Massiv entschädigte für die etwas graue Überfahrt. Bei strahlendem Sonnenschein konnte sogar im Freien gegessen werden. Mit einem anschließenden Spaziergang auf dem Bartholomä Rundweg wurde der Ausflug beendet und ein Elektroboot brachte uns zur Anlegestelle zurück. Da bei der Überfahrt der Nebel für ein karges Echo sorgte, überredeten wir Schiffsführer und Trompeter, auf der Rückfahrt das Echo nochmals herauszufordern. Einhellige Meinung – geht doch. Es war erstaunlich.

Abends traf man sich zu einem erneuten offenen Singen mit allen beteiligten Chören vor dem Hotel am offenen Feuer, um sich nachher wieder im Inneren dem „Plausch“ zu widmen.
Der Samstag führte uns in die Mozartstadt Salzburg, wo wir durch zwei ortskundige Stadtführer mit den Schönheiten der Stadt bekannt gemacht wurden. Das strahlende Wetter tauchte Gebäude und Plätze in ein sagenhaftes Licht und die zahlreichen Fotoapparate liefen heiß. Es versteht sich fast von selbst, dass auch die berühmten „Salzburger Nockerln“ im Hotel Sacher gegessen werden mussten. Eine zuckersüße Köstlichkeit.
Nach Rückkehr ins Hotel wurden die Vorbereitungen für das große Konzert in der Wallfahrtskirche St. Maria getroffen. Die Sänger zogen sich um und Frau Schauer, die schon zur Sicherstellung der Abläufe zwei Tage vor uns vor Ort war, feilte noch mit uns an den letzten Aussprachen und Tönen.
Pünktlich um 19:30 Uhr begann der Saalfeldener Kinder- und Jugendchor, moderiert von Dr. Monika Schulte und sang Lieder auswendig und in Mundart. Es folgten der Choral M aus Maria Alm, der Saalachtaler Volksliederchor und der Singkreis Saalfelden.  Der Chor Capella Nova aus Bad Mergentheim sang als gemischter Chor geistliche Literatur in einer Präzision, dass man den Eindruck hatte, die tun nichts anderes.
Der Schwaben Bräu Singchor kam direkt danach und Frau Schauer sagte dem Publikum in der vollbesetzten Kirche: „Es wird jetzt ganz anders“. Und es wurde anders. Der Chor begann mit dem „Fröhlichen Ständchen“ und stellte damit klar, dass die Sänger da sind. Es folgten Volks- und Heimatlieder, wir wollten nicht gerade Bier- und Weinlieder in der Kirche singen. Lang anhaltender Beifall belohnte unseren Auftritt, man traf sich wieder an bekannter Stelle im Hotel.
Am Sonntagmorgen nach dem ausgiebigen Frühstück marschierten wir gemeinsam zur Kirche und begleiteten den Gottesdienst mit geistlicher Literatur, teilweise von der (leider sehr brüchigen) Orgel umtönt. Zum Schluss sangen wir „Schäfers Sonntagslied“ und füllten damit die Kirche mit einem Schall, der noch lange nachhallte. Eine Dame sagte zu mir beim nach Hausegehen: „Wann kummts denn wieda, dös woar jo gewaltig“.
Am Nachmittag brachte uns der Bus nach Zell am See, wo uns ein Charterboot eine Stunde lang über den Zeller See schipperte. Nach der Rückfahrt zum Hotel ging es zum Abendessen in den Hochkönig Saal, wo anschließend ein alpenländisches Duo zum Tanz aufspielte - von dem Angebot wurde reichlich Gebrauch gemacht.
Am andern Morgen nach dem Frühstück verluden wir unser Gepäck und nahmen schweren Herzens Abschied, eine problemlose Busfahrt brachte uns sicher nach Hause.
Dank ergeht für die perfekte Organisation der gesamten Reise und der Auftritte an die  Firma Donell Gruppenreisen, ebenso an das Hotel Eder in Maria Alm für die tadellose Unterkunft und die sehr gute Bewirtung und last but not least an unseren Vorstandsprecher Günther Harsch, der zusammen mit seiner Frau in zahlreichen Telefongesprächen und Emails die Vorbereitungen getroffen hat. Nicht zu vergessen unsere Dirigentin Frau Schauer, der es wie immer gelang, uns auf den Punkt fit zu machen. Eine rundum gelungene Reise, die schwer zu toppen sein wird.

Walter Bartelmess

 

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